Cancer-kids everywhere

Restless

Eine ganz besondere Thematik scheint in den letzten Jahren bei Filmemachern sehr beliebt zu sein: an Krebs erkrankte Jugendliche. Da wäre zum Beispiel das Werk “Restless” von Gus van Sant aus dem Jahr 2011 mit Mia Wasikowska und Henry Hopper (Sohn von Dennis Hopper) in den Hauptrollen. Ebenfalls 2011 erschien “Death Of A Superhero” mit Andy Serkis und ein Jahr darauf folgte “Now Is Good” mit Dakota Fanning.

Now is good

Natürlich drückt das Ende der Filme jeweils auf die Tränendrüse – schließlich handelt es sich um lebensnahe Dramen. Jedoch ist mir unklar, wieso diese Problematik dermaßen populär ist. Selbstverständlich ist Krebs etwas, womit man sich befassen sollte – schließlich sterben circa 215.000 Betroffene im Jahr an der Krankheit. Aber die Filme sind immer gleich aufgebaut: Dem Teenager bleibt nicht viel Zeit, also versucht er/sie alles, um diese gekonnt auszunutzen. Es wird also schnell die große Liebe gesucht, mit Drogen experimentiert und erste sexuelle Erfahrungen gesammelt.

Death of a superhero

Nur das Drumherum variiert ab und zu: “Restless” ist eher romantisch und fantasievoll, “Death of a Superhero” kindlich und unschuldig und “Now Is Good” kess und direkt. Das Mitgefühl und der Schmerz lassen leider trotzdem eher nach, wenn man im Vorhinein weiß, wie die Geschichte ausgeht und dass man sich nicht zu sehr an den liebenswerten Charakter gewöhnen sollte. Deshalb scheint es fast so, als wären die Cancer-kids-Filme der krasse Gegenentwurf zu den unzähligen und endlosen Superhelden-Reihen. Quasi übernatürliche Kräfte und Unverwundbarkeit vs. unmittelbare Sterblichkeit und Suche nach dem Lebenssinn.

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