REVISITED: Der Totmacher

Der Totmacher

„Warte, warte nur ein Weilchen,
bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen,
macht er Schabefleisch aus dir.
Aus den Augen macht er Sülze,
aus dem Hintern macht er Speck,
aus den Därmen macht er Würste
und den Rest, den schmeißt er weg.“

Der Totmacher - ein deutsches Kammerspiel, das unter die Haut geht. Es gibt wenige Filme, die mir ein derartiges Unbehagen bereitet haben! Das enge, karge Verhörzimmer, Götz Georges authentisches Spiel und die detaillierten Schilderungen der Haarmann-Morde machen den Film so gut. Über die gesamte Länge des Streifens sitzen sich eigentlich nur zwei Männer gegenüber und unterhalten sich. Und trotzdem ist das interessanter und verstörender als alles, was dem obsoleten Torture-Porn-Subgenre je entsprungen ist. Den Totmacher kann man auch immer dann sehr gut anbringen, wenn einem mal wieder so ein dummdreister Snob erklären will, es gäbe keine rein deutschen Filme, in denen gut geschauspielert wird.

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