Kurzreview: Hitchcock

Hitchcock

Hitchcock” fand bisher nicht sonderlich viel Beachtung. Zwar konnte zumindest die Make-up-Crew eine Oscar-Nominierung einheimsen, doch der amerikanische Kinostart blieb im November – trotz großer Namen wie Anthony HopkinsHelen Mirren und Scarlett Johansson - weitestgehend unberücksichtigt. Bei uns startet das Biopic über den vielleicht größten und wichtigsten Regisseur der Kino-Historie erst im kommenden Monat  - auch irgendwie seltsam! So richtig umgehauen hat mich der Streifen dann leider auch nicht. Hopkins und Mirren spielen auf jeden Fall großartig, obwohl jemand, der noch nie ein Hitchcock-Interview gesehen hat, annehmen könnte, Hopkins würde viel zu dick auftragen. Meiner Meinung nach wird der Riegie-Großmeister hier fernerhin ein wenig zu positiv dargestellt und stellenweise wirkt der Film leider auch etwas langatmig beziehungsweise langweilig, obwohl er mit einer Laufzeit von gerade einmal 90 Minuten (ohne die Credits) geradezu lächerlich kurz ist. Gefallen hat mir aber, dass sich die Handlung auf den Entstehungsprozess seines Meisterwerkes Psycho beschränkt. Für einen krankhaften Cineasten wie mich sind die Hintergründe zu diesem Meilenstein der Filmgeschichte natürlich höchst interessant. Wer sich für Hitchcock interessiert, darf also ruhig einen Blick riskieren, doch irgendwie habe ich beim Anschauen die ganze Zeit gedacht: “Hitchcock hätte das besser hinbekommen!”

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