The Hobbit vs. Black Hobbit

Hobbit vs. Black Hobbit

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise ist selbstverständlich viel zu lang, die doppelte Framerate versaut zudem den Look und alle Notizen Tolkins, die Peter JacksonPhilippa BoyensFran Walsh und Guillermo del Toro genutzt haben, um das Skript aufzublasen, haben sich als völlig unbrauchbar erwiesen! Den Hobbit kann man also getrost schon mal als “Star Wars: Episode I” dieser Dekade abstempeln.

So sieht es zumindest das deutsche Feuilleton. Dass die 48 Frames pro Sekunde in der Historie des Kinos die erste signifikante Veränderung seit dem Widescreen-Format darstellen (“3D” kann nicht wirklich als Neuerung gewertet werden), spielt für die Berufskritiker keine Rolle. Auch die Tatsache, dass Tolkien selbst die Hobbit-Erzählung derart ausbauen wollte, dass sich ein besserer, glaubhafterer Verbund mit der Ring-Trilogie ergeben hätte, kann während der medialen Eventisierung des deutschen Kinostarts ebenfalls noch nicht berücksichtigt werden.

Unbestreitbar schlechter als Jacksons Hobbit wird wohl das obligatorische Asylum-Ripoff. Age of the Hobbits wartet, wie so ziemlich jede Produktion dieser B-Movie-Fließbandfabrik (Mega Shark vs Crocosaurus), mit mies zusammengeschusterten VFXs und einer Riege von gescheiterten Schauspielern auf. Diesmal sind unter anderem Christopher Judge (Teal’c aus Stargate SG-1) und Bai Ling (die nervige Prostituierte aus Crank 2) mit von der Partie. Das “zynische Geschäftsmodell” von The Asylum wird jedoch von Warner nicht einfach akzeptiert! Jüngst sprach ein Richter eine einstweilige Verfügung gegen die Nutzung des Wortes “Hobbit” im Titel der Billig-Produktion aus. Finally!

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