Review: Thor

Odin, Göttervater und Herrscher über Asgard, ist im Begriff, die Krone der Asen an seinen Sohn Thor weiterzugeben. Während der Krönungszeremonie dringen Eisriesen, mit denen sich die Götter ehemals in einem blutigen Krieg befanden, in die Katakomben Asgarts vor und versuchen dort, ein wichtiges Relikt zu stehlen.

Der hitzköpfige Thor handelt den Weisungen Odins zuwider und macht sich mit einigen Kampfgenossen auf, um in Jötunheim, der Heimat der Eisriesen, endgültig reinen Tisch zu machen. Die Folge ist eine Kriegserklärung der Eisriesen und eine Verbannung Thors an einen finsteren Ort ohne Kultur: Die Vereinigten Staaten Von Amerika! *schauder*

Gut, die Handlung ist ein eher einfaches Konstrukt, das sich in wenigen Sätzen herunterbeten lässt, doch die zusammengeklaubten Bestandteile sind liebevoll kreiert. Zum Beispiel herrscht einerseits zwischen den Asen und den Eisriesen ein naiver Dualismus, der Nietzsche ein lautes Stöhnen entlockt hätte (Wir reden hier ja auch immer noch von einer Comic-Verfilmung), aber der eigentliche Konterpart Thors (ich denke, jeder kann sich denken, wer gemeint ist – ich will’s hier trotzdem nicht explizit erwähnen) ist indes nicht einfach nur böse, sondern durchaus vielschichtig. Eben wie in einem wirklich guten Comic.

Das Streben Thors, seine Kräfte zurückzuerlangen und irgendwie von New Mexico wieder nach Asgard zu kommen, ist (etwas “zu”) kurzweilig erzählt und mit allerlei Standard-Ingredencien, wie einer halbgaren Lovestory, Gastauftritten (Comicnerds wird’s freuen) und grenzwertigen Onelinern, beseelt.

Alles in allem hat mir “Thor” gut gefallen und zusammen mit Iron Man und dem Hulk-Reboot haben wir jetzt ein Dreigestirn, auf dem “The Avangers” fußen kann. Leider wird der ja wieder auf unbestimmte Zeit verschoben, weil irgendwelche Blödarschis Samuel L. Jackson das Script stibitzt haben. Mistsäue!

Hier noch mal der Trailer:

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