Peter-Lorre-Monat “Der Verlorene”

Die Geschichte eines kriegswichtigen Wissenschaftlers, der seine Frau, eine Spionin des Widerstandes, im Affekt ermordet. Verurteilt wird er danach aber nur durch sich selbst.

“Der Verlorene” ist der einzige Film, bei dem Lorre selbst Regie führte, was den Bildern in keinster Weise geschadet hat. Das Buch ist allerdings etwas…sagen wir “speziell” und die Handlungsstränge finden mitunter nicht oder nicht schnell genug zueinander. Ab der Mitte des Films wird man allerdings das Gefühl nicht los, dass sich die klare Linie und der Sinn des Films ebenso sperren wie ebenjener Scheißdreck, den Lorre unter den Nazis durchmachen musste. Die Kritikerschaft spricht von “Verwirrenden Qualitäten)

Ich fühle mich an Bilder Max Beckmanns erinnert, in der Art, wie der Film mir das Leben unter den Nazis als Aneinanderreihung expressionistischer Traumbilder vorführt. Lorre spielt gut und die Kamera will gar nicht von ihm weichen (verweilt mitunter sehr lange auf Lorre).

“Der Verlorene” passt zu ihm und ich bin mir sicher, dass der Film auch eine große Bedeutung für ihn hatte.

Hier gibt es die ganze “Displaced Person”-Doku: http://www.youtube.com/watch?v=e9NmMozYRuI